Eine „Zensur“-Kamera – macht das Sinn?

Vielleicht ja doch. Ein interessantes Kunstprojekt.

Bei Zeit Online fand ich einen interessanten Artikel zur „Zensur“-Kamera Restricta.
Diese Kamera erlaubt dir, nur Fotos von Orten zu machen, an denen noch keines gemacht wurde.

Philipp Schmitt hat eine Kamera gebaut, die wohl nichts für den Durchschnittstourist sein dürfte. Auch wenn er selber die Kamera als „Quatsch“ bezeichnet, zeigt uns das Konzept, wie einfach sich Zensur auch auf den Fotodigitalen Alltag auswirken könnte. Theoretisch könnte jedes moderne Smartphone das auch und somit wäre es für totalitäre Staaten möglich, eine Fotozensur ein- bzw. durchzusetzen. Das ist mal die negative Sicht auf das Projekt.

Als positiv kreativ denkender Mensch stehe ich dem Projekt sehr offen gegenüber.
Es hätte schon seinen Reiz, auf einer Wander- oder Städtetour daran erinnert zu werden, dass dieses Motiv (aus dieser Position) schon oft fotografiert wurde.
Leider kann das Konzept den kreativen Blick des Fotografen nicht mitbewerten.
Wir kennen das – nur wenige Zentimeter nach oben, unten, links oder rechts, eine ungewöhnliche Brennweite oder Lichtsituation und schon entsteht etwas Neues.

Es ist ein interessantes Projekt, welches zum Nachdenken anregt und anregen soll.
Zensur und Manipulation von Nachrichtenbildern betrifft uns doch alle – Stichwort „Panoramafreiheit“.

Seite von Philipp Schmitt: philippschmitt.com

Video:

 

Hier habe ich es zu erst gelesen: Die Zeit online

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